Eigentümer fragen uns bei Immobilienpassion oft zuerst: Wer zahlt, wie hoch sind die Kosten und lohnt sich ein Makler überhaupt? Gerade in Niedersachsen, rund um Hannover, Laatzen und Hildesheim, hängen die Immobilienmakler Kosten vom Objekt, vom Markt und vom Vertrag ab. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, mit welchen Maklerkosten Sie 2026 realistisch rechnen müssen, wer was zahlt und worauf Sie als Eigentümer achten sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Verkauf von Wohnung und Haus teilen sich Käufer und Verkäufer seit dem 23.12.2020 in der Regel die Maklerprovision hälftig.
  • Die typischen Kosten für einen Immobilienmakler liegen beim Immobilienverkauf in Deutschland meist zwischen 5,95 % und 7,14 % des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer.
  • Bei der Vermietung gilt seit 2015 das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt auch die Provision – in der Regel der Vermieter.
  • Maklerkosten sind nur in bestimmten Fällen steuerlich absetzbar, etwa bei Vermietung, Kapitalanlage oder bestimmten beruflichen Umzügen.
  • Wir bei Immobilienpassion arbeiten ausschließlich erfolgsabhängig und nennen Provisionssätze vor Vertragsabschluss transparent.

Was sind Immobilienmakler Kosten und wann fallen sie an?

Die Maklerprovision ist die Vergütung, die ein Immobilienmakler für die Vermittlung einer Immobilie erhält. Sie wird fällig, wenn ein rechtsgültiger Kaufvertrag oder Mietvertrag zustande kommt. Beim Kauf also erst nach gültigem Maklervertrag und notarieller Beurkundung. Ohne erfolgreichen Vertragsabschluss hat der Makler grundsätzlich keinen Anspruch auf die Provision, geregelt ist das in § 652 BGB.

Maklerprovision, Maklercourtage, Maklergebühr und Courtage meinen im Alltag meist dasselbe. Die Provision ist ein prozentual bemessener Betrag, der direkt an den tatsächlichen Verkaufspreis der Immobilie gekoppelt ist, also an einen Prozentsatz des Kaufpreises. Bei Mietobjekten wird sie anhand der Nettokaltmiete berechnet.

Bei der Immobilienpassion GmbH & Co. KG in Hannover, Laatzen und Hildesheim entsteht grundsätzlich nur im Erfolgsfall eine Provision. Versteckte Vorkosten passen nicht zu unserer Arbeitsweise. Wichtig: Ein Maklervertrag für den Kauf oder Verkauf einer Immobilie muss in Textform geschlossen werden, um rechtswirksam zu sein, etwa per E-Mail oder schriftlichem Vertrag.

Praxis-Tipp: Klären Sie vor der Besichtigung den Provisionssatz, wer zahlt und welche Leistungen enthalten sind. Achten Sie bei Online-Abschluss oder telefonischer Anbahnung auf Ihr Widerrufsrecht.

Aktuelle Rechtslage: Wer zahlt die Maklerprovision beim Kauf oder Verkauf?

Seit dem 23. Dezember 2020 gilt in Deutschland das Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten. Dieses Maklergesetz von 2020 regelt, dass Käufer bei Wohnimmobilien höchstens 50 % der Provision tragen müssen, wenn der Makler für beide Seiten tätig ist. Grundlage sind die §§ 656a ff. BGB, insbesondere der Halbteilungsgrundsatz nach § 656c BGB.

Die wichtigsten Regeln im Überblick:

  • Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern für Privatpersonen gilt: Der Käufer zahlt maximal so viel wie der Verkäufer.
  • Beim Kauf und Verkauf von Wohnimmobilien teilen sich Käufer und Verkäufer in der Regel die Maklerprovision, meist hälftig.
  • Der Verkäufer muss seinen Anteil nachweislich zahlen, bevor der Makler den Käufer zur Zahlung auffordern darf.
  • Die Regelung gilt für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, nicht zwingend für Mehrfamilienhäuser, Baugrundstücke oder Gewerbe.

Beispiel beim Hauskauf: Kaufpreis 400.000 €, Gesamtprovision 7,14 % inkl. MwSt., also 28.560 €. Beide Seiten zahlen je 14.280 €, das entspricht 3,57 % des Kaufpreises.

Empfehlung: Prüfen Sie Maklervertrag, Reservierungsvereinbarung, Reservierungsgebühren und Kaufvertragsentwurf immer auf die Höhe der Provision.

Wer zahlt beim Verkauf aus Sicht des Eigentümers?

Beim Verkauf beauftragt der Eigentümer den Makler in der Regel zuerst. In der Praxis trägt der Verkäufer daher fast immer mindestens die Hälfte der Maklerkosten. Gängige Modelle sind die hälftige Außenprovision, etwa je 3,57 % inkl. MwSt. in Niedersachsen, oder eine reine Innenprovision, bei der der Käufer provisionsfrei kauft.

Unsere Erfahrung zeigt: Eine faire Aufteilung zwischen Käufer und Verkäufer schafft Vertrauen und erleichtert Entscheidungen in der Verhandlung. Achten Sie nicht nur auf die Höhe, sondern auf den Mehrwert. Eine saubere Bewertung, starke Vermarktung und gute Käuferprüfung können den Verkaufserlös deutlich verbessern.

Wer zahlt beim Kauf aus Sicht des Käufers?

Beim Hauskauf und Wohnungskauf schützt das Gesetz private Käufer: Sie zahlen nur, wenn der Verkäufer mindestens denselben Anteil übernimmt. Beim Kauf von Mehrfamilienhäusern, Anlageobjekten oder Grundstücken bestehen andere Spielräume. Im Einzelfall kann der Käufer mehr oder sogar alles tragen.

Wichtig für die Finanzierung: Neben der Maklerprovision fallen Kaufnebenkosten an, etwa Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch. Zusammen liegen diese Nebenkosten häufig bei 8 bis 12 % des Kaufpreises. Prüfen Sie deshalb schon im Exposé auf den Online-Portalen, wie hoch die Provisionsbelastung ist.

Höhe der Maklerprovision 2026 nach Bundesland

Es gibt keine bundesweit einheitliche Regelung und keine feste Gebührenordnung. Die Höhe der Maklerprovision variiert in Deutschland je nach Bundesland und liegt in der Regel zwischen 3 und 8 Prozent des Kaufpreises. Die Provisionssätze sind gesetzlich nicht fixiert und können je nach Region, Immobilienmarkt und Nachfrage variieren.

Bundesland Übliche Gesamtprovision inkl. MwSt. Typische Aufteilung Käufer/Verkäufer
Niedersachsen, Region Hannover 5,95 bis 7,14 % je 2,98 bis 3,57 %
Schleswig-Holstein 6,25 bis 7,14 % je 3,12 bis 3,57 %
Hamburg ca. 6,25 % je ca. 3,12 %
Berlin, Brandenburg ca. 7,14 % je 3,57 %
Bayern, Baden-Württemberg ca. 7,14 % je 3,57 %
Nordrhein-Westfalen 5,95 bis 7,14 % je 2,98 bis 3,57 %
Hessen 5,95 bis 7,14 % je 2,98 bis 3,57 %
Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen meist ca. 7,14 % je 3,57 %
Bremen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern meist 5,95 bis 7,14 % je 2,98 bis 3,57 %

In Deutschland liegt die übliche Maklerprovision beim Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern häufig bei 3,57 % des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer je Partei, wenn hälftig geteilt wird. Bei Immobilienpassion nennen wir die konkrete Provisionshöhe transparent vor Vertragsabschluss und passen sie an Markt, Objekt und Leistungsumfang an.

Beispielrechnung: Maklerprovision einfach berechnet

Formel: Kaufpreis × Provisionssatz gesamt = Gesamtprovision. Bei geteilter Provision gilt: Gesamtprovision ÷ 2 = Anteil je Partei.

Beispiel Region Hannover: 350.000 € Kaufpreis × 6,55 % = 22.925 € Maklerprovision. Käufer und Verkäufer zahlen je 11.462,50 €. Bei einer Wohnung in Laatzen für 230.000 € und 5,95 % Gesamtprovision wären es 13.685 €, also je 6.842,50 €. Rechnen Sie Ihren Kostenpunkt früh grob durch.

Maklerkosten bei der Vermietung: Bestellerprinzip und typische Sätze

Bei der Vermietung von Wohnimmobilien gilt das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, trägt auch die Kosten. Seit 2015 gilt das Bestellerprinzip für die Vermietung von Wohnimmobilien in Deutschland, was bedeutet, dass in der Regel der Vermieter die Maklerkosten trägt. Rechtsgrundlage ist § 2 WoVermRG.

Die Höhe der Maklergebühren variiert je nach Art der Immobilie: Bei Mietobjekten beträgt die maximale Provision zwei Nettokaltmieten plus Mehrwertsteuer, während sie beim Kauf zwischen 3 und 8 Prozent des Kaufpreises liegt.

Beispiel Hannover: Nettokaltmiete 950 €, Nebenkosten 250 €. Maximal zulässig sind 2 × 950 € = 1.900 € plus 19 % MwSt., also 2.261 €.

Maklerkosten bei der Vermietung sind für Vermieter meist Werbungskosten, weil die Mieteinnahmen versteuert werden. Bewahren Sie Belege sorgfältig auf.

Typische Leistungen eines Vermietungsmaklers

Ein Vermietungsmakler unterstützt bei Mietpreisermittlung, Exposé, Fotos, Inseraten, 360°-Tour, Vorauswahl, Bonitätsprüfung, Besichtigungen, Mietvertrag und Übergabeprotokoll. Gerade bei einer Mietwohnung in Hannover-Südstadt gelten andere Marktbedingungen als in Hildesheim-Ost oder Laatzen.

Wir bei Immobilienpassion übernehmen diese Aufgaben für Vermieter und reduzieren Leerstand, Zeitaufwand und Risiken. Rechnen Sie daher nicht nur die Provision, sondern auch Aufwand und Sicherheit einer professionellen Immobilienvermittlung gegen.

Welche Leistungen deckt die Maklerprovision beim Verkauf ab?

Viele Eigentümer sehen zuerst die Höhe der Maklerprovision, aber nicht alles, was dahintersteht. Beim Immobilienverkauf umfasst die Provision in der Regel Marktanalyse, Immobilienbewertung, Preisstrategie, Beschaffung der Unterlagen, Energieausweis-Prüfung, Exposé, Marketing, Besichtigungen, Interessentenprüfung, Verhandlung, Notartermin und Übergabe.

Unsere Rolle in der Region Hannover geht darüber hinaus: Homestaging, hochwertige Fotos, 360°-Rundgänge und Live-Online-Besichtigungen helfen, die Immobilie besser zu präsentieren. Fachwissen, Nähe zum Markt und strukturierte Beratung können den Verkaufspreis um mehrere Prozentpunkte verbessern. Das gleicht die Courtage häufig mehr als aus.

Praxis-Tipp: Vergleichen Sie Maklerunternehmen nicht nur über den niedrigsten Prozentsatz, sondern über Leistung, Transparenz und nachweisbare Marktkenntnis.

Verhandlungsspielraum und faire Konditionen

Die Höhe der Maklerprovision ist grundsätzlich verhandelbar, auch wenn sich übliche Marktspannen etabliert haben. Realistisch sind Anpassungen bei sehr hohen Kaufpreisen oder leistungsbezogene Vereinbarungen, etwa ein Bonus bei einem Preis oberhalb des Marktwerts.

Sehr niedrige Sätze können aber bedeuten, dass Marketing, Reichweite oder Betreuung reduziert werden. Lassen Sie sich deshalb ein vollständiges Angebot inklusive Leistungsbeschreibung geben.

Maklerkosten steuerlich absetzbar? Wichtige Fälle für Eigentümer

Ob Maklerkosten steuerlich absetzbar sind, hängt von der Nutzung der Immobilie ab. Dieser Überblick ersetzt keine Steuerberatung. Bei Eigennutzung, also beim selbst bewohnten Haus oder der selbst genutzten Wohnung, ist die Maklerprovision in der Regel nicht steuerlich absetzbar.

Bei Vermietung oder Kapitalanlage zählt die Provision meist zu den Anschaffungsnebenkosten und wirkt über die Abschreibung. Beim Verkauf einer vermieteten Immobilie innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist kann die Provision als Veräußerungskosten den Gewinn mindern. Bei beruflich bedingtem Umzug in eine Mietwohnung können Maklerkosten Werbungskosten sein.

Wann lohnt sich ein Makler für Eigentümer wirklich?

Die Frage lautet oft: Spare ich Geld, wenn ich ohne Makler verkaufe? Ohne Makler fällt keine Maklerprovision an, aber Sie tragen Zeitaufwand, Haftungsrisiko, Preisfindung, Besichtigungen und Verhandlung selbst.

Ein Makler lohnt sich besonders bei unsicherem Markt, emotionaler Bindung, Erbengemeinschaften, Scheidung, Sanierungsbedarf oder fehlender Zeit. In Hannover, Laatzen und Hildesheim profitieren Eigentümer von unserer regionalen Marktkenntnis, vorgemerkten Interessenten und strukturierter Käuferauswahl. Welche Lagen besonders gefragt sind, zeigt unser Überblick zu den beliebtesten Stadtteilen in Hannover. Eine unverbindliche Bewertung zeigt, ob der mögliche Mehrerlös die Maklerkosten realistisch übersteigt.

Typische Kostenfallen und wie Sie diese vermeiden

Problematisch sind oft nicht die Provision selbst, sondern unklare Verträge. Achten Sie auf Inseratsgebühren vor Abschluss, unbestimmte Aufwendungsersatzklauseln, doppelte Provisionsansprüche durch mehrere Makler und unklare Reservierungsvereinbarungen.

Ein seriöser Makler trennt erfolgsabhängige Provision und einen eventuell vereinbarten Aufwendungsersatz klar. Lesen Sie den Vertrag in Ruhe, lassen Sie offene Fragen schriftlich beantworten und holen Sie bei langfristigen Alleinaufträgen im Zweifel rechtlichen Rat ein. Bei per E-Mail oder telefonisch angebahnten Verträgen kann ein 14-tägiges Widerrufsrecht bestehen.

FAQ zu Immobilienmakler Kosten

Gibt es eine gesetzliche Obergrenze für die Maklerprovision beim Verkauf?

Nein, für den Verkauf von Wohnimmobilien gibt es keine starre bundesweite Obergrenze. In der Praxis liegen die Sätze meist bei 5,95 bis 7,14 % inkl. MwSt. Seit 2020 darf der Käufer bei Wohnungen und Einfamilienhäusern aber höchstens 50 % tragen, wenn der Makler für beide Seiten tätig ist.

Muss ich beim Privatverkauf ganz ohne Makler wirklich nichts zahlen?

Ohne Makler zahlen Sie keine Maklercourtage. Es entstehen aber trotzdem Kosten, etwa für Energieausweis, Inserate, Gutachten, Fahrten und Zeit. Wir empfehlen mindestens eine professionelle Marktwertanalyse, damit kein Preisfehler entsteht.

Was passiert, wenn der Verkauf doch nicht zustande kommt?

Grundsätzlich entsteht der Provisionsanspruch nur bei wirksamem Kauf- oder Mietvertrag. Aufwendungsersatz kann nur fällig werden, wenn er im Maklervertrag ausdrücklich vereinbart ist. Fragen Sie vorher nach Höhe und Anlass solcher Kosten.

Darf ein Makler gleichzeitig von Käufer und Verkäufer Provision verlangen?

Ja, bei Einfamilienhäusern und Wohnungen für Privatpersonen aber nur unter den Regeln des Halbteilungsgrundsatzes. Käufer und Verkäufer sollten die Provisionsvereinbarungen schriftlich erhalten und prüfen.

Sind die Maklerkosten verhandelbar?

Ja. Vor allem bei hochpreisigen Objekten, exklusiven Alleinaufträgen oder erweiterten Leistungspaketen gibt es Spielraum. Wichtig ist, dass am Ende Leistung und Provision in einem klaren Verhältnis stehen und alle Vereinbarungen schriftlich festgehalten werden.

Wie unterstützt mich Immobilienpassion konkret beim Thema Maklerkosten?

Wir legen Provisionssätze vor der Beauftragung offen, erklären die enthaltenen Leistungen und beraten Eigentümer zu Verkauf, Vermietung und Alternativen. Wenn Sie Fragen zur Maklerprovision oder zum geplanten Verkauf Ihrer Immobilie haben, sprechen Sie uns gern unverbindlich an. Eine kostenfreie Erstbewertung Ihrer Immobilie gehört bei uns dazu.

 

Neueste Beiträge