Erbpacht – Immobilie ohne eigenes Grundstück

Erbpacht


Grundstücke für Immobilien sind in vielen Lagen ein knappes Gut. Und je besser die Lage eines Grundstücks ist, umso höher ist regelmäßig der Preis. Dies führt dazu, dass diversen Bauwilligen kaum Grundstücke zu bezahlbaren Preisen vorliegen, gerade in den Top-Lagen. Auf der Suche nach geeigneten Alternativen „stolpern“ potentielle Immobilieneigentümer zuweilen über die Erbpacht. Was Erbpacht bzw. Erbbau für Immobilieneigentümer bedeutet, wird im folgenden näher betrachtet.

So ist der Bau einer Immobilie zumeist ein finanzieller Kraftakt, der über Jahre hinweg Auswirkungen auf die finanzielle Lage der betroffenen Immobilieneigentümer hat. Und je besser die regionale Lage der Immobilie ist, umso höher sind die Grundstückspreise. Dies führt häufig dazu, dass auch im „Speckgürtel“ einer Top-Lage noch immer relativ hohe Preise für Grundstücke zu zahlen sind und diese als wesentliche Kostengröße in die Finanzierung eingehen. In der Annahme, dass hingegen die Kosten für den Bau einer Immobilie Deutschlandweit in etwa gleich sind, scheiden damit diese Lagen in der Folge für potentielle Eigentümer von Immobilien aus.  Doch dies muss nicht zwangsläufig der Fall sein.

Erbpachtgeber – Kirchen, Stiftungen, Gemeinden und auch Privatpersonen: Wenn zum Beispiel ein potentieller Bauherr auf einen Erbpachtgeber zugeht, wird ein entsprechender Erbpachtvertrag basierend auf dem Gesetz über das Erbbaurecht (Erbbaurechtsgesetz – ErbbauRG) geschlossen. Im Kern beinhaltet dieser Erbpachtvertrag die Regelung, dass der Bauherr als Erbpachtnehmer (auch Erbpächter genannt) das Grundstück bebauen darf und im Gegenzug dem Erbpachtgeber (auch Erbbaurechtsgeber genannt) jährlich eine bestimmte Erbpacht zu zahlen hat. Die Laufzeit des Erbpachtvertrages liegt in der Regel zwischen 75 und 99 Jahren. Die Höhe der monatlichen Erbpacht ist zwischen den Vertragsparteien auszuhandeln, wobei der Erbpachtgeber meist relativ klare Vorstellungen hierzu hat. Dennoch ist dies vielfach nicht unattraktiv und im Einzelfall zu prüfen. So wird potentiellen Erbpachtnehmern angeraten, neben der Höhe der Zinsen für Hypothekendarlehen gerade auch die Grundstückskosten in der jeweiligen Lage kritisch zu würdigen und in Bezug zu der jährlichen Erbpachtzahlung zu setzen.

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